Stichling (dreistachliger)
Gasterosteus aculeatus

Andere Namen:
Großer Stichling, Steckling

Frankreich: Epinoche aiguillonnée
England: Three-spined Stickleback
Holland: Driedoornige Stekelbaars

 
 

Vorkommen in der Wiera: Der dreistachlige Stichling ist in der Wiera überall anzutreffen.

Wesentlichste Merkmale: 2-5 (meist 3) einzeln stehende, bewegliche, harte und spitze, nicht durch eine Flossenhaut verbundene Stacheln am Rücken, zwei seitliche Stacheln vor den Bauchflossen, unbeschuppter Körper, farblose, durchsichtige Flossen

Lebensräume: Der Dreistachlige Stichling findet sich - unterteilt in mehrere Unterarten und lokale Rassen - auf der ganzen nördlichen Halbkugel. Vorkommen in Flüssen und als Wanderart an der Nordseeküste.

Lebensweise: Er bewohnt bevorzugt pflanzenreiche Flachwasserzonen von langsam fließenden Gewässern. In den Küstenregionen lebt eine marine Wanderform.

Nahrung: Seine Nahrung besteht aus Würmern, Kleinkrebsen, Insektenlarven sowie Fischlaich und Brut.

Größe: Die Durchschnittsgrößen liegen bei 5-8 cm, marine Wanderformen bis max. 11 cm, das Durchschnittsgewicht liegt bei 3 g, Höchstgewicht ist 28 g.

Alter: 3 bis 4 Jahre

Mindestmaß und Schonzeit:

Laichzeit: Fällt in die Zeit von Mai - Juli. Die marine Form wandert dann in die Flussunterläufe ein. Das nun auffällig gefärbte Männchen (rote Kehlen) besetzt ein Brutrevier, das es äußerst aggressiv gegenüber Artgenossen verteidigt. Hier baut es am Boden ein Nest (um die Weibchen anzulocken, verarbeitet das Männchen verschieden farbige Komponenten) aus Pflanzenteilen, die mit Nierensekret verklebt werden. In dieses Nest legen mehrere Weibchen ihre Eier (100 - 400 Stück) ab. Anschließend werden die Weibchen vertrieben und das Gelege sowie die schlüpfende Brut vom Männchen bewacht und gepflegt. Nach 6 bis 10 Tagen schlüpfen die Jungen. Bei Gefahr nehmen die Männchen die Jungen ins Maul und bringen diese in das Nest.
Der Dreistachlige Stichling kann in einer Saison bis zu viermal ein Nest bauen. Dies ist mitunter mit derartigen Anstrengungen verbunden, dass die Männchen oft den Herbst nicht erleben.


Weitere Informationen: Der Dreistachlige Stichling ist relativ unempfindlich gegenüber Gewässerverunreinigungen.