Schneider
Alburnoides bipunctatus

 

andere Namen:
Alandblecke, Breitblecke, Schußlaube

Frankreich: spirlin
England: Rissle minnow, sperlin
Holland: Gestippelde alver

 

Vorkommen in der Wiera: Der Schneider ist in den klaren, schnellfliessenden Abschnitten der Wiera anzutreffen. Bei Eintrübung des Wassers, etwa durch starken Regen, lässt sich beobachten wie die Fische in Gruppen klarere Abschnitte aufsuchen, z.B. Einmündungen von Quellen.

Wesentlichste Merkmale: Olivgrüner Rücken, blaßgelbe Unterseite und silberne Flanken mit einem blausilbrigen Streifen in der Mitte; kleiner Kopf mit winzigem, endständigen Maul; die nach unten gebogene Seitenlinie erscheint zweireihig; der Bauch- und Afterflossenansatz ist leicht orange gefärbt.

Lebensräume: Der Schneider kommt in Mittel- und Osteuropa - bis in die nördliche Türkei - vor, fehlt jedoch südlich der Alpen und Pyrenäen sowie in Großbritannien, Dänemark und Skandinavien. In Deutschland haupsächlich in Süddeutschland verbreitet.

Lebensweise: Er besiedelt bevorzugt klare, schnell fließende Bäche und kleine Flüsse mit Kiesgrund (untere Forellenregion bis Barbenregion ). Er findet sich auch in Höhenlagen bis 700 m über NN. Er lebt gesellig (Schwarmfisch) in tieferen Gewässerbereichen bis maximal 25° Wassertemperatur.

Nahrung: Bodentierchen, absinkendes Plankton und Oberflächennahrung wie kleine Krebstierchen (Bachflohkrebse), Köcherfliegenlarven oder Maifliegen.

Größe: die Durchschnittsgröße liegt bei 8 bis 10 cm, selten bis 15 cm, Durchschnittsgewicht bei 80 g, höchstens 40 g.

Alter: Der Scheider wird 3 bis 4 Jahre alt.

Mindestmaß und Schonzeit: Der Schneider ist überall ganzjährig geschützt.

Laichzeit: Die Laichzeit fällt in die Zeit von Mai - Juli. Insgesamt werden nur ca. 200 Eier/Weibchen portionsweise in stärkerer Strömung an seichten Uferstellen auf kiesigem Grund abgelegt. Die etwa 2 mm großen Eier kleben sehr fest am Substrat. Die Brut schlüpft nach ca. 8 Tagen.


Weitere Informationen: Der Schneider leidet stark unter der Verschmutzung der Gewässer. Trübe und ruhige Abschnitte in Fliessgewässern meidet er. Da es immer weniger klare und sauerstoffreiche Bäche und Flüsse gibt wird der Lebensraum zunehmend eingeschränkt.

Er gehört zur Familie der Karpfenartigen und ist der Laube sehr ähnlich.